Am Dienstagnachmittag empfing die Geschäftsleitung des Kunststoffverarbeiters Ensinger am Stammsitz in Nufringen Roland Bernhard, Landrat des Landkreises Böblingen, und Nufringens Bürgermeister Simon Speiser. Die Gäste informierten sich über die Bedeutung des Unternehmens für die Region, über Hochleistungskunststoffe in industriellen Anwendungen sowie über die Zukunftsperspektiven des Familienunternehmens.
Ensinger wurde 1966 in Ehningen gegründet und hat seine Zentrale seit 1970 in Nufringen. Heute beschäftigt die Unternehmensgruppe weltweit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von über 500 Millionen Euro. Am Standort Nufringen arbeiten 720 Beschäftigte in Verwaltung, Produktion, Vertrieb und Logistik.
„Ich bin beeindruckt vom heutigen Unternehmensbesuch. Ensinger ist ein Paradebeispiel für die Innovationskraft, die unseren Landkreis wirtschaftsstark macht. Hier verbinden sich technologische Kompetenz und industrielle Wertschöpfung zu einem Motor für die Zukunft“, sagte Landrat Roland Bernhard.
Bei einem Rundgang erhielten die Gäste Einblicke in die Entwicklung und Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen. Die Werkstoffe kommen unter anderem in der Medizintechnik, im Automobilbau, bei erneuerbaren Energien und in der industriellen Fertigung zum Einsatz. Hochleistungskunststoffe halten dauerhaft hohen Temperaturen und mechanischen Belastungen stand und ersetzen in vielen Anwendungen Metalle oder Keramiken.
Für die Region ist Ensinger ein wichtiger Arbeitgeber. Auch die Ausbildung und das duale Studium haben einen festen Platz: An den Standorten Nufringen und Rottenburg-Ergenzingen bildet Ensinger derzeit 34 Auszubildende und elf dual Studierende aus. „Ensinger ist seit Jahrzehnten eng mit Nufringen verbunden und als Arbeitgeber prägend für unsere Gemeinde. Die Vielfalt der Produkte und Anwendungen zeigt, wie innovativ und zukunftsorientiert das Familienunternehmen aufgestellt ist. Nufringen ist und bleibt der zentrale Standort für das europäische Kunststoffgeschäft“, sagte Bürgermeister Simon Speiser.
Ensinger investiert in Innovationen, Automatisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Zugleich entwickelt das Unternehmen seine internationalen Produktions- und Vertriebsstrukturen weiter, um Kunden weltweit zuverlässig und wettbewerbsfähig zu beliefern.
„Unsere internationale Aufstellung und unsere Investitionen in Technologie stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Ensinger. Damit schaffen wir den Spielraum, an unseren deutschen Standorten anspruchsvolle Produkte weiterzuentwickeln und zu fertigen sowie in qualifizierte Arbeit zu investieren“, sagte Ralph Pernizsak, der das Unternehmen gemeinsam mit Björn Schneekloth leitet. „So sichern wir die langfristige Eigenständigkeit unseres Familienunternehmens – mit Nufringen als Zentrum der Unternehmensgruppe.“
Landrat Roland Bernhard (3. v. r.), Bürgermeister Simon Speiser (3. v. l.) und Michaela Dinkelacker (2. v. r.) von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Böblingen zu Besuch am Stammsitz des Kunststoffverarbeiters Ensinger in Nufringen. Die Geschäftsführer Ralph Pernizsak (Mitte) und Björn Schneekloth (rechts) sowie Klaus Ensinger (Vorsitzender des Beirats, 2. v. l.) und Andreas Schmid (Leiter Material Engineering, links) informierten die Gäste über aktuelle Projekte und die Zukunftsstrategie des Familienunternehmens.
Am Verwaltungs- und Produktionsstandort Nufringen werden Halbzeuge und andere Produkte aus Hochleistungskunststoffen entwickelt und hergestellt.
Ensinger GmbH
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